Die Chronik der
Concordia Heideck e.V.

 
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Urkundlich zum ersten Mal im Jahre 1439 erwähnt, zählt das Schützenwesen in Heideck zu den ältesten Deutschlands. Eine weitere Erwähnung: Die Schützenmeister und 'gemeinen Schießgesellen' der Hand- und Zielbüchsen luden damals für Sonntag, den 19. Tag im September des Jahres 1557 zum Schießen ein.

Über drei Jahrhunderte mußten vergehen, bis dass der Schützenverein wieder erwähnt wurde. Mit "Protokoll-Heft der lustigen Schützenbrüder" ist der Umschlag des einzigen noch vorhandenen Protokollbuches der früheren Jahre des Schützenvereins beschriftet, das über die "Gründung einer Zimmerstutzen-Gesellschaft am 9. Januar 1894" berichtet. Als 1.Schützenmeister wurde damals der Kgl. Forstmeister Reuter gewählt. Die Aufnahmegebühr wurde auf eine Mark und der monatliche Beitrag auf 20 Pfenninge festgesetzt.
Wie bei vielen anderen Organisationen traten auch hier in der Folgezeit Schwierigkeiten auf, die sich im auffallend raschen Wechsel der Vereinsführung wiederspiegelten. Erst als Georg Stücklen im Jahre 1913 das Amt des 1.Schützenmeisters übernahm, kam Ruhe in das Vereinsleben. Stücklen stand dem Verein bis 1955 vor.

Die beiden Weltkriege beeinflußten das Vereinsleben natürlich wesentlich, es ruhte meist ganz. Nach dem 1.Weltkrieg trafen sich die Mitglieder bereits wieder am 9. Juni 1919 und gedachten der gefallenen Kameraden. Anläßlich der Generalversammlung am 13. November 1921 zählte der Verein 60 Mitglieder. Im Februar 1924 fand eine Theaterauttührung statt, "zur Wiederbelebung der leeren Vereinskasse", wie das Protokoll berichtete. Im Jahre 1941 beschloß die Versammlung den Verein aufzulösen.

In den ersten Jahren nach dem 2.Weltkrieg dachte niemand an die Wiedergründung es Vereins. Zu tief waren die Wunden, die der Krieg geschlagen hatte. Vom Schießen wollte niemand mehr etwas wissen. Die Zeit heilte aber allmählich auch diese Wunden. Am 6.Oktober 1952 wurde durch die tatkräftige Unterstützung des langjährigen 1.Schützenmeisters Georg Stücklen und 17 früheren Mitgliedern im Gasthaus "zur Post" der Verein wieder ins Leben gerufen. Georg Stücklen übernahm wieder die Leitung als 1.Schützenmeister. Am 23.März 1954 wurde der Verein in den Bayerischen Sportschützenbund aufgenommen.

Vom Gasthaus zur Post wechselte der Verein 1966 in eine stillgelegte Malztenne der ehemaligen Brauerei Barth.Stetiger Mitgliederzuwachs machte jedoch eine größere und modernere Schießanlage notwendig. So entschloß man sich, am südlich der Stadt gelegenen Wurm's Keller ein neues Schützenhaus zu bauen, das bis heute genutzt wird. Nach mehrjähriger Bauzeit konnte das Schützenhaus unter Leitug vom damaligen 1.Schützenmeister Horst Förschl an 1.Mai 1976 eingeweiht werden. Es verfügte über acht Luftgewehrpistolenstände, vier 50m Stände für KK-Gewehr und Freie Pistole, sowie fünf Stände für Groß- bzw Kleinkaliberpistole auf 25m Entfernung.

Ein weiterer Höhepunkt im Vereinsleben stellte die unter dem damaligen Schützenmeister Alex Weikert im September 1989 durchgeführte Fahnenweihe dar. Seitdem sorgt die Fahnenabordnung mit den Schützen Hermann Spachtholz, Karl-Friedrich Lang und Hans Brunner dafür, dass der Schützenverein bei allen wichtigen Anlässen im würdigen Rahmen vertreten wird.

Seit über 20 Jahren werden gleich mehrere Könige gekrönt. So gilt es jedes Jahr die Königswürde in den Disziplinen Luftgewehr, Luftpistole, KK-Gewehr und KK-Pistole erneut zu erringen. Seit 2000 wird auch in den Disziplinen GK-Revolver, GK-Pistole und GK-Gewehr um den Königstitel gekämpft. Selbstverständlich darf auch ein Jugendkönig nicht fehlen. Als König der Könige gilt jedoch Luftgewehrkönig. Er darf sich mit der großen Schützenkette schmücken, die in den 50er Jahren gestiftet wurde.

Welche wichtige Entwicklung vor circa 10 Jahren stattfand, die letztlich zu einem fast völligen Neubau des Schützenhauses von 1998 bis zur Einweihung am 10.September 1999 geführt hat, darüber demnächst mehr. Immerhin ist dadurch die heutige, attraktive, sportliche Bleibe für alle Schützenschwestern und Schützenbrüdern des SV Concordia Heideck entstanden.