Schützenverein
Concordia Heideck e.V.
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Concordia erlebte epochale Jahreshauptversammlung - Die Ära Johannes Stengl ist zu Ende

Sonntag, 11. Februar 2024

Bei der Jahreshauptversammlung des Schützenvereins Concordia Heideck gab es mehrere Superlative. Bei der turnusgemäßen Vorstandschaftswahl wurde der bisherige stellvertretende Schützenmeister Stefan Rotter zum Nachfolger von Johannes Stengl gewählt. Zusammen mit Gauschützenmeister Dieter Emmerling wurden verdiente aktive Schützen geehrt.

Erster Schützenmeister Johannes Stengl, der bereits 2022 bei seiner Wahl angekündigt hatte, dass dies seine letzte Amtszeit werden wird, begrüßte neben dem Gauschützenmeister Dieter Emmerling eine noch nie dagewesene hohe Anzahl von Mitgliedern. Es mussten sogar noch einige Stühle im Saal aufgestellt werden, damit die 72 wahlberechtigten Schützinnen und Schützen Platz fanden. In seinem Jahresbericht erinnerte Stengl an die neun geselligen Wettbewerbe, wobei das Western-, Ordonnanzpokal- und Silvesterschießen Rekordbeteiligungen aufwiesen. Ein Waffensachkundelehrgang, 10 Ausschusssitzungen und die Teilnahme am Weihnachtsmarkt mit der Bratwurstbude waren weitere Termine im Schützenjahr. Stengl dankte besonders Christa Lang und Andrea Wagner für die durchgeführten Reinigungsarbeiten im Schützenhaus und überreichte als Dankeschön jeweils eine Orchideenpflanze. Mit 21 Eintritten und 4 Austritten bzw. Sterbefällen gehören nun 202 Mitglieder der Concordia an. Neben Johannes Stengl, der seit 1997 erster Schützenmeister ist, stellten auch Schriftführer Hermann Spachtholz (seit 1985) und ehemaliger zweiter Schützenmeister und Jugendleiter Karl-Friedrich Lang (seit 1981 mit kurzer Unterbrechung) ihre Ämter zur Verfügung.

Kassier Michael Schneider teilte in seinem Bericht u. a. mit, dass durch die notwendige Renovierung des Blechdachs das Vereinsvermögen am Jahresende 24 Tausend Euro weniger betrug. Darauf ging auch Schriftführer Hermann Spachtholz kurz ein. Anstatt das gesamte Protokoll der letzten Jahreshauptversammlung zu verlesen, bot er den Mitgliedern aus Zeitgründen an, es selbst zu lesen.

Die Kassenprüfer Rene Treiber und Ruppert Zeiner bestätigten Michael Schneider eine ordnungsgemäße Kassenführung und stellten ebenfalls ihre Ämter zur Verfügung.

Die Berichte der beiden Sportleiter Karl-Wilhelm Wagner und Andreas Nitt wären sehr umfangreich gewesen, wenn sie alle sportlichen Erfolge der Concordia-Schützen aufgezählt hätten. Deshalb begrenzten sie sich auf Erstplatzierungen und konnten den Teilnehmern zahlreiche Urkunden überreichen (s. eigener Bericht).

Als Jugendleiter gratulierte Karl-Friedrich Lang nachträglich Leon Enders zum Jugendkönig. Lang zeigte sich vorsichtig optimistisch, dass es mit der Jugendarbeit im Verein wieder aufwärts geht.

Die Rüstwarte Michael Eisenreich für die Waffen und Jürgen Schmid für Technik und Umwelt hielten ebenfalls ihre Berichte kurz. Eisenreich konnte vermelden, dass es bei allen Vereinswaffen keine Schäden gab. Schmid dankte den Helfern für ihre Arbeitseinsätze, besonders aber Marco Pollak. Die Kameras für die Scheibenbeobachtung auf dem 50-Meter-Stand haben sich bewährt. Zur Zeit muss im Bereich des Kugelfangs des 10-Meter-Stands der Wandteppichbelag durch Edelstahlbleche ersetzt werden.

Bevor es zur Vorstandschaftswahl kam, schob Schützenmeister Stengl noch einen zusätzlichen Tagesordnungspunkt ein. Dabei erhielten langjährige aktive Mitglieder aus der Hand von Gauschützenmeister Emmerling Ehrennadeln mit Urkunden. Die Verdienstnadel des Bayerischen Sportschützenbundes (BSSB) wurde verliehen an Hans Brunner (Fahnenträger und einstiger Rüstwart), Karl-Jürgen Müller (einstiger Rüstwart), Harald Spachtholz (Referent Waffensachkundelehrgang), Jürgen Schmid und Michael Eisenreich (Rüstwarte) und Ruppert Zeiner (langjähriger Organisator Westernschießen, Pressearbeit). Die goldene Ehrennadel des BSSB bekam Manfred Schmidt (ehemaliger Rüstwart, Rundenwettkampfleiter) und Fritz Lang (ehemaliger 2. Schützenmeister, Fahnenträger, Jugendleiter). Des weiteren wurde das Protektoratsabzeichen des Deutschen Schützenbundes an Christa Lang (Jugendleiterin, Hausarbeiten), Kurt Lanzet (ehem. Kassier) und Hermann Spachtholz (Schriftführer, Fahnenträger) verliehen. Emmerling stellte die 27-jährige Tätigkeit von Johannes Stengl als erster Schützenmeister heraus. „Im Schützengau gibt es nur einen, der länger im Amt ist als Du“, sagte der Gauschützenmeister zu Stengl. Eine angemessen Ehrung wird Stengl bei der nächsten Gauschützenmeistertagung zuteil. Stengl resümmierte seine Amtszeit, begonnen mit dem Neubau des Schützenhauses über einige Höhen und Tiefen bis jetzt, um schließlich nun eine junge Generation heranzulassen.

Auf Wahlleiter Ruppert Zeiner und seine zwei Wahlhelfer Karlheinz Woska und Harald Spachtholz warteten herausvordernde 100 Minuten. Für den Posten des ersten Schützenmeisters standen gleich zwei Kandidaten bereit. Für Stefan Rotter votierten 44 und für Andreas Nitt 28 Mitglieder. Die Suche nach einem Stellvertreter bedurfte dagegen etwas mehr Geduld. Schließlich war Thomas Erath dazu bereit, diesen Posten zu übernehmen. Schatzmeister bleibt Michael Schneider. Der neue Schriftführer heißt Robert Kuhle. Auch bei den beiden Sportleiterposten gab es mit Marcel Huck jeweils einen zweiten Bewerber. Im Endeffekt haben aber nur Andreas Nitt (1. Sportleiter) und Karl-Wilhelm Wagner (nun 2. Sportleiter) ihre Ämter getauscht. Die Rüstwarte bleiben Michael Eisenreich und Jürgen Schmid. Als neuer Jugendleiter wurde Rene Treiber gewählt. Der neunköpfige Ausschuss setzt sich zusammen aus Manfred Schmidt, Leonhard Beckenbauer, André Wechsler, Marcel Huck, Hubert Neumeier, Werner Buschmann, Julian Mohr, Andreas Ortner und Tim Thüringer. Die neuen Kassenprüfer heißen Susanne Nitt und Oliver Niebel. Die neue Fahnenabordnung setzt sich aus Daniel Thomaier, Rene Treiber und Robert Kuhle zusammen.

Die erste Tätigkeit des neuen Schützenmeisters Stefan Rotter war, Johannes Stengl als Ehrenschützenmeister, Hermann Spachtholz und Karl-Friedrich Lang als Ehrenmitglieder vorzuschlagen, was natürlich auf einhellige Zustimmung traf. Rotter erinnerte bei einer Präsentation mit Fotos der drei Aktiven aus früheren Tagen, dass die Concordia heuer ihr 130-jähriges Bestehen feiern kann. „Genauso lange sind unsere Geehrten schon Mitglied: Stengl seit 1988, Spachtholz seit 1975 und Lang seit 1976“, merkte Rotter an.
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